74 km / Angstieg: 417 m
Bei der Abfahrt um 09:15 Uhr scheint die Sonne derart warm, dass ich ohne Langarme losfahre. Mit sehr angenehmer Rückenwind-Unterstützung fahre ich an Salzgitter vorbei nach Beinum, wo ich mit meinem Freund Andreas abgemacht habe. Andreas ist im Wesentlichen daran „schuld“, dass ich heute ein passionierter Radfahrer bin. Wir treffen quasi gleichzeitig am abgemachten Treffpunkt ein und nehmen den Weg Richtung Wolfenbüttel unter die Räder. Auch hier: Rückenwind lässt das Radfahren so richtig flutschen, wir kommen sehr schnell voran. Nur bei den kleinen Anstiegen muss ich mit meinen 15 kg Gepäck Abstriche machen, was Andreas mit Tempoverringerungen aber sehr erträglich macht. Ein Pädagoge halt, auch er.
In Wolfenbüttel lädt mich Andreas in der besten örtlichen Eisdiele zu einem Eisbecher ein. Der Coupe „Tartufo“ ist umwerfend, qualitativ als auch quantitativ: zum ersten Mal in meinem Leben kriege ich einen Coupe nicht fertig gegessen. Dass ich das erleben muss!
Danach knallen wir, immer noch mit Rückenwind, nach Braunschweig. Dort erwartet uns bereits Annegret, Andreas‘ Frau, u.a. mit einem feinen Rhabarberkuchen, den wir uns auch bald genehmigen. Vorher aber wird mein verdrecktes Rad gereinigt und Andreas hat tatsächlich eine Schraube in seiner Kollektion, mit welcher wir das behelfsmässig reparierte Schutzblech wieder in den Originalzustand versetzen. Vielen Dank, Andreas!

Meine ersten 800 Kilometer sind somit mit einem Highlight zu Ende gegangen. Hoffen wir, dies sei ein gutes Omen für die verbleibende Wegstrecke.
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